Beitrags-Vorschau-Bild: das Bild zeigt eine Ausstellungsansicht von Jody Korbach im Museum Morsbroich (2024), dass mehrere Werke der Künstlerin zeigt. Foto: ©Johannes Bendzulla und VG-Bildkunst. Courtesy the Artist und Galerie Martinetz

Tisa-Preis 2026: 10. Preisträgerin steht fest!

1 0.  T I S A – P R E I S  2 0 2 6

J O D Y  K O R B A C H  –  P R E I S R Ä G E R I N  2 0 2 6

J O D Y  K O R B A C H:
M A L E R E I,  C O L L A G E,  F U N D M A T E R I A L I E N
A U S S T E L L U N G:
S E P T E M B E R  B I S  D E Z E M B E R  2 0 2 6  ( T. B. A. )

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

 

Offenheit und Toleranz sind auch die Grundlage des Wirkens und des Werks von Tisa von der Schulenburg. Der dreijährig verliehene Tisa-Preis fördert sowohl die inhaltliche, als auch die formale Vielfalt junger, zeitgenössischer Werke der Malerei, Bildhauerei, Grafik und Zeichnung.

Auch zum diesjährigen Wettbewerb waren Künstler:innen ab dem Geburtsjahrgang 1986 zugelassen, die in Deutschland leben und arbeiten, oder die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die Bewerbungsfrist endete am 22. Februar 2026.

Fotos: ©Johannes Bendzulla und VG-Bildkunst. Courtesy the Artist und Galerie Martinetz.
Künstlerinnen-Portrait „Harlekin“ – ©Jody Kobrach und VG Bildkunst,
Ausstellungsansicht NAK (Apotheken-A)
 – ©Simon Vogel und VG Bildkunst

Visuelle Direktheit und konzeptuelle Schärfe

 

Jody Korbach wurde 1991 in Bielefeld geboren. Sie wuchs in Dortmund auf und arbeitet heute in Düsseldorf. Von 2010 bis 2017 absolvierte sie ein Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Tal R,  Johannes Paul Raether sowie als Meisterschülerin bei Christopher Williams. Von 2023 bis 2024 arbeitete sie als Gastprofessorin für freie Kunst und Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Es folgten Lehraufträge an der HBK Braunschweig und der Alanus Hochschule für Kunst und Gestaltung.

Fotos: ©Johannes Bendzulla und VG-Bildkunst. Courtesy the Artist und Galerie Martinetz

„Jody Korbach überzeugte die Jury, da sie sinnfällig zeigt, dass und wie zeitgenössische Kunst engagiert sein kann. Ihre Haltung schließt an künstlerische Haltungen wie die Martin Kippenbergers und dessen Thematisierung des Alltäglichen und Trivialen an. Auch sie untersucht mit hintergründigem Humor gesellschaftspolitische Einschreibungen in die Kunst. […] 

Sie collagiert ihre Bilder aus Wertmarken, die als Eintritt oder zum Erwerb von Bier, Kaffee, Pizza, Burger etc. genutzt werden. Mit ihrer vielschichtigen, das Zusammenspiel von Kunst und Gesellschaft thematisierenden Arbeit korrespondiert sie daher im besten Sinne mit der Einstellung und Werteorientierung von Tisa von der Schulenburg.“ 

 

Dr. Friederieke Wappler,
ehemalige wissenschaftliche Leiterin
der Kunstsammlungen der RUB
und Mitglied der Tisa-Preis-Jury 2026

Jody Korbach verbindet Malerei, Collage und gesellschaftlich aufgeladene Fundmaterialien zu Arbeiten von großer visueller Direktheit und konzeptueller Schärfe. Ihre Bildwelten kreisen um politische Symbolik, kollektive Erinnerung und kulturelle Codes, ohne sich auf eindeutige Botschaften festlegen zu lassen. Gerade in dieser produktiven Uneindeutigkeit entfaltet ihr Werk seine besondere Stärke, geprägt von einer Bildsprache, die historische Referenzen, Gegenwartsdiagnosen und ästhetische Reibung souverän zusammenführt.

Mehr als 450 Künstler:innen haben sich in diesem Jahr erstmalig über ein personalisiertes Online-Formular zum Wettbewerb angemeldet, über das auch die teilnahmerelevanten Portfolios in eine gesicherte Datenbank übertragen wurden. Alle Einsendungen wurden in einer ersten Vorauswahl auf Einhaltung der Wettbewerbsbedingungen geprüft und bildeten die Grundlage für die erste digitale Runde der Jury. Am Montag, dem 09. März 2026, kamen alle Jury-Mitglieder in der Tisa-Stiftung zusammen, und am späten Nachmittag stand die Shortlist mit acht finalen Kandidat:innen fest, von denen sich Jody Korbach einstimmig als finale Gewinnerin durchsetzen konnte.

Mit dem Preis ist eine Einzelausstellung der Preisträgerin verbunden, welche im Zeitraum September bis Dezember 2026 in den Ausstellungsräumlichkeiten der Tisa von der Schulenburg-Stiftung auf dem ehemaligen Zechengelände „Fürst Leopold“ realisiert werden soll. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Kooperations-Ausstellung „FÜHLST DU? Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick“ (10.02. – 27.09.2026) im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum.

Gemeinsam mit der Ausstellungsleitung der Tisa von der Schulenburg-Stiftung, Geschäftsführerin Josefine Jordan und dem Juryvorsitzenden und künstlerischen Berater der Tisa-Stiftung, Prof. Dr. Ferdinand Ullrich plant die Preisträgerin Jody Korbach ihre Ausstellung zum Tisa-Preis.

Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit.

 

Die Jury 2026

Freunde und Förderer

 

Auch in diesem Jahr ist der Tisa-Preis wieder mit 10.000 € dotiert. Dafür bedanken wir uns – auch im Rahmen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler – für die großzügige und vertrauensvolle Unterstützung unserer Förderer und Freunde, die den Tisa-Preis möglich machen.

Offizielles Logo des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum, das eine Stilisierung des Eingangsportals des Hauptgebäudes in mintfarbenen und grauen Linien zeigt. Rechts daneben steht der Titel DEUTSCHES BERGBAU-MUSEUM BOCHUM in einer serifenlosen Schriftart im gleichen Grauton.