Ausstellungen im Tisa-Archiv

 

Im Gebäude der Tisa-Stiftung, auf dem ehemaligen Zechengelände Fürst Leopold, ist ein moderner Ausstellungsort mit bergbaugeschichtlichem Hintergrund entstanden. Er ist während unserer Öffnungszeiten jederzeit zugänglich für die Öffentlichkeit. Gezeigt werden thematisch wechselnde Ausstellungen der Kunstwerke Tisas und weiterer Künstler:innen. Gleichzeitig dient der Standort künftigen Tisa-Preisträger:innen und anderen Künstler:innen als Ausstellungsort und Arbeitsumgebung.

MAHNENDE ERINNERUNG

Fotografien und Texte von Dieter Blase,
ergänzt um „Werke & Worte des Widerstands“
von Tisa von der Schulenburg
27. Juli bis 22. September 2024

Die deutsche Nachkriegsgeschichte ist durch eine intensive Erinnerungskultur geprägt. Sie gilt deshalb auch als Indikator für eine offene und demokratische gesellschaftliche Entwicklung. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in Kooperation mit der Tisa-Stiftung und der Stadt Dorsten die Wanderausstellung MAHNENDE ERINNERUNG, Fotografien und Texte von Dieter Blase zu Mahn- und Gedenkorten in Nordrhein-Westfalen, ergänzt um Werke und Worte des Widerstands von Tisa von der Schulenburg.

 

Der kürzlich verstorbene Münsterländer Fotograf lenkt mit seinen Fotografien den Blick auf zahlreiche Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen und „regt zum Nachdenken über die Gegenwart und Zukunft der Erinnerung an“. Die Kooperationsausstellung ist ab dem 27. Juli 2024 im Tisa-Archiv  zu sehen und wandert danach durch vier weitere westfälische Museen.

 

  • Ausstellungszeitraum: 27.07. bis 22.09.2024
  • Eine Ausstellung des Landesverbands Westfalen-Lippe, der Tisa-Stiftung und der Stadt Dorsten 
  • Kuratiert von Dieter Blase und Dr. Hauke-Hendrik Kutscher
  • 40 Fotografien und Texte von Dieter Blase
  • Werke & Worte des Widerstands von Tisa von der Schulenburg

„Die künstlerische Fotografie ist ein besonders gut geeignetes Medium, um die heutige Realität der Erinnerungsorte zu reflektieren.“

 

Unter dem Motto „Erinnern, um zu mahnen“ entstanden so unterschiedliche Motive wie zum Beispiel Details des Wohnhauses der jüdischen Familie Humberg aus Hamminkeln-Dingden (Kreis Wesel), die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurde, die Front eines zu einer modernen Wohnung umgebauten ehemaligen Munitionsbunkers in Twisteden (Kreis Kleve) oder die Europafahne auf dem Gelände des heutigen Internationalen Platzes Vogelsang IP im Kreis Euskirchen, einem Bauensemble aus der Zeit des Nationalsozialismus, das als sogenannte „Ordensburg“ der Schulung des Nachwuchses der NSDAP diente.

 

Die im Stil der Neuen Sachlichkeit gehaltenen Bilder interessieren sich für Details und Strukturen und werfen einen nüchternen Blick auf die Gegenwart der Erinnerungsorte. Gerade dadurch schaffen sie einen Kontrast zu dem oft schrecklichen historischen Geschehen. Die Betrachtenden sind eingeladen, diesem Blick zu folgen und den eigenen Umgang mit der Vergan­gen­heit kritisch zu hinterfragen. Auch der Künstler ist den Erinnerungsorten nicht neutral gegenübergetreten. Seine persönlichen Reflexionen, Gedanken, subjektiven Einordnungen und Assozi­ationen hat er als begleitende Texte für die Ausstellung festgehalten. Diese Texte verdeutlichen die besondere Pers­pektive und den Blick des Fotografen.

 

AUS DER PRESSEMITTEILUNG DES LANDESVERBANDS WESTFALEN LIPPE 

Die Ausstellung ist ab dem 27. Juli 2024 bis einschließlich Sonntag,

22. September 2024 im Tisa-Archiv zu sehen.

 

Öffnungszeiten:

donnerstags & freitags 14:00 – 18:00 Uhr,
samstags & sonntags 10:00 – 14:00 Uhr

 

Besuche und Führungen können auch individuell nach vorheriger Terminabsprache vereinbart werden. Kontakt für Anfragen: telefonisch unter 02362-6057860 oder per Mail.

Aktuelles & Events

 

„Man kann überall Weltbürger sein, wenn man nur lernt, sich seiner Zeit zu öffnen.“

 

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