Bild zum Beitrag, der über den Vortrag von Prof. Dr. Ferdinand Ullrich, künstlerischer Berater der Tisa-Stiftung, am 5. Juli 2026 im Deutschen Bergbau-Museum Bochum informiert.

Tisa von der Schulenburg. Eine kunstgeschichtliche Einordnung.

V O R T R A G

V O R T R A G  V O N  P R O F.  D R.
F E R D I N A N D  U L L R I C H
I M  D E U T S C H E N  B E R G B A U  –
M U S E U M   B O C H U M
 

Ein Blick auf ein Werk, das weiterfragt

 

Die Sonderausstellung „Fühlst du? Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick“ im Deutschen Bergbau-Museum Bochum rückt Leben und Werk einer Künstlerin in den Mittelpunkt, deren Arbeiten bis heute eine besondere Kraft entfalten. Tisa von der Schulenburg (1903 bis 2001) war Zeichnerin, Bildhauerin, Autorin, Zeitzeugin und Ordensschwester. Ihr künstlerisches Denken war geprägt von genauer Beobachtung, Anteilnahme und einem wachen Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung.

Am Sonntag, 5. Juli 2026 startet die begleitende Veranstaltungsreihe der Freunde des Deutschen Bergbau-Museums Bochum zur Sonderausstellung „Fühlst Du?!“ im Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Den Auftakt zur Reihe bildet der Vortrag unseres künstlerischen Beraters Prof. Dr. Ferdinand Ullrich mit dem Titel „Tisa von der Schulenburg. Eine kunstgeschichtliche Einordnung“. Ferdinand Ullrich widmet sich dem künstlerischen Werk Tisas und ordnet es in größere kunsthistorische Zusammenhänge ein.

VFKK-Veranstaltungen im Rahmen
der Sonderausstellung „Fühlst Du!“

 

  • Sonntag, 5. Juli 2026, 15 bis 17 Uhr (DBM+)
    Prof. Dr. Ferdinand Ullrich: Tisa von der Schulenburg.
    Eine kunstgeschichtliche Einordnung

 

  • Sonntag, 2. August 2026, 15 bis 17 Uhr (DBM+):
    Bericht und Bilder: Die Mahnwache auf Fürst Leopold in Dorsten.
    Schwester Paula als „Heilige Barbara des Ruhrgebiets“

 

  • Sonntag, 27. September 2026, am Nachmittag
    (Tisa-Stiftung, Fürst-Leopold-Allee 65, 46284 Dorsten):
    Besichtigung des Tisa-Archivs und der Ausstellung der Tisa-Preisträgerin 2026

Tisas Werk zwischen Linie,
Haltung und Zeitgeschichte

 

Die Ausstellung im „Schwarzen Diamanten“ des Deutschen Bergbau-Museums verknüpft biografische Stationen mit zentralen Werkphasen. Im Sonderausstellungsgebäude sind Zeichnungen, Scherenschnitte, Reliefs, Tagebuchtexte und Tonaufnahmen von Tisa zu sehen, und zu hören. Die Präsentation führt durch Themenfelder wie Bergbau, Holocaust, Flucht und Ausgrenzung und macht erfahrbar, wie eng Tisas Kunst mit Fragen nach Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung verbunden ist.

Ein besonderer Akzent liegt auf ihrem Blick für Menschen in Ausnahmesituationen. Tisa von der Schulenburg zeigt sie nicht als stumme Figuren, sondern als Handelnde. Ihre Arbeiten beobachten präzise, ohne zu vereinfachen. Sie halten Erfahrungen fest, die persönlich sind und zugleich weit über das Einzelne hinausreichen. Und immer zeigen sie eine klare Linie und eine künstlerische Sprache, die nicht auf gefällige Wirkung zielt. Sie laden ein, genauer hinzusehen und die eigene Wahrnehmung zu überprüfen.

„FÜHLST DU? – Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick“
Fotos: Fühlst Du Leuchtschrift ©Deutsches Bergbau-Museum Bochum/Andrea Kiesendahl
Fotos Ausstellung: ©MEDIAQUISIT

Blick auf künstlerische Formen, historische Bezüge und kunstgeschichtliche Einordnungen.

 

Mit Prof. Dr. Ferdinand Ullrich konnte für den Vortrag ein ausgewiesener Kenner des Werks von Tisa von der Schulenburg gewonnen werden. Ullrich ist künstlerischer Berater der Tisa von der Schulenburg-Stiftung. Von 1988 bis 2017 war er Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen sowie Leiter der Kunsthalle Recklinghausen. 2002 wurde er zum Honorarprofessor für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Münster berufen.

Sein Vortrag eröffnet die Möglichkeit, Tisas Werk nicht nur aus der Perspektive der Biografie oder der Erinnerungskultur zu betrachten, sondern auch mit Blick auf künstlerische Formen, historische Bezüge und kunstgeschichtliche Einordnungen.

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, mit der sich die Vereinigung der Freunde des Deutschen Bergbau-Museums Bochum zum Ende der Ausstellungslaufzeit einbringt. Die drei Termine von Juli bis September widmen sich sowohl dem künstlerischen Werk Tisa von der Schulenburgs als auch ihrem Engagement für den Bergbau und die darin arbeitenden Menschen.

Auf den Vortrag am 5. Juli wird am 2. August 2026 ein Bericht mit Bildern zur Mahnwache auf Fürst Leopold in Dorsten und zu Schwester Paula als „Heilige Barbara des Ruhrgebiets“ folgen. Am 27. September 2026 ist eine Besichtigung des Tisa-Archivs auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold in Dorsten sowie der Ausstellung der Tisa-Preisträgerin 2026 vorgesehen. Im Anschluss an den Vortrag und einer Fragerunde ist ausreichend Zeit für einen Austausch mit dem Referenten vorgesehen.

Wir bitten Sie herzlich, Ihre Teilnahme per Mail an die VFKK-Geschäftsstelle: sabine.birnfeld@bergbaumuseum.de zu bestätigen.

„Fühlst du? Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick“ erinnert an Leben und Werk der Künstlerin und Ordensschwester. Die Ausstellung wird durch die RAG-Stiftung und die Vereinigung der Freunde des Deutschen Bergbau-Museums Bochum e. V. unterstützt. Kooperationspartner ist die Tisa von der Schulenburg-Stiftung Dorsten.

 

  • Tisa von der Schulenburg. Eine kunstgeschichtliche Einordnung
    Sonntag, 5. Juli 2026, 15 bis 17 Uhr
    Deutsches Bergbau-Museum Bochum

  • Eintritt kostenfrei

  • „Fühlst du? Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick“,
    10. Februar bis 27. September 2026
    „Schwarzer Diamant“, Deutsches Bergbau-Museum Bochum